Professionelle Webseite erstellen - aber wie?

Professionelle Webseiten erstellen – aber wie?


1. Auswahl der richtigen Domain

Jeder der eine Webseite erstellen will sollte dabei sehr viele wichtige Dinge beachten. Selbst die beste Suchmaschinenoptimierung hat nicht viel Sinn wenn die eigene Webseite nur schlecht erstellt wurde. Schon bereits bevor überhaupt eine Internetpräsenz erstellt wird stellen sich die ersten Fragen. Als erstes sollten Sie sich einen guten Namen für Ihre Homepage einfallen lassen. Ein Domainname sollte in jedem Fall möglichst viel mit dem Inhalt zu tun haben und gleichzeitig aus so wenig Zeichen wie möglich bestehen. Bei einer Webseite mit einem 30 Zeichen langen Namen sind viele User viel zu „faul“ diesen in den Browser einzugeben oder sie vergessen den Seitennamen gleich wieder. Statt lange zu überlegen wie der Name nochmal war werden diese potenziellen Kunden dann eher einfach in einer Suchmaschine suchen und mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,9 Prozent nicht auf Ihrer Webseite sondern bei der Konkurrenz landen.

Hier können Sie Ihre Wunschdomain suchen:


Eine Suchmöglichkeit nach freien Domains oder zum Verkauf stehenden Domains, sowie eine seriöse Domainvermittlung finden Sie hier:


Am besten suchen Sie sich einen Domainnamen der nicht viel mehr als 10 Zeichen + Domainendung (z.B. .de) hat. Domainnamen mit Sonderlauten (Ä, Ö, Ü, ß) sind bei .de Domains möglich aber diese Zeichen haben Kunden im Ausland nicht auf Ihrer Tastatur was es ihnen unmöglich macht ihre Webseite aufzurufen. Es ist zwar sicherlich nicht verkehrt wenn Sie eventuell als Hauptdomain eine Webseite wie beispielsweise www.ihr-firmenname.de ertellen und dann noch 1 bis 3 Weiterleitungsdomains die auf Ihre .de Domain führen. Dies wird von den Suchmaschinen in der Regel ohne Probleme akzeptiert. Allerdings sollten Sie auf keinen Fall viel mehr als 2-3 Weiterleitungsdomains anlegen. Wenn Sie zu viele von diesen Domains anlegen dann werden diese sehr schnell von den Suchmaschinen als Spam erkannt und es werden alle Domains die auf Sie angemeldet sind abgestraft – leider auch die mit tatsächlichem Inhalt.

Größere Firmen die auch im Ausland aktiv sind und daher die Webseite in mehreren Sprachen haben möchten sollten es besser vermeiden eine Hauptdomain mit Subdomains in verschiedenen Sprachen zu erstellen. Es scheint zwar im ersten Moment einfacher und kostengünstiger wenn die Webseite Subdomains hat wie beispielsweise www.ihre-firma.eu/de für deutsch, www.ihre-firma.eu/uk für englisch, www.ihre-firma.eu/pl für polnisch, -...

Der Hauptgrund warum Sie dies vermeiden sollten besteht darin das viele Webkataloge bei der Suchmaschinenoptimierung nur Hauptdomains akzeptieren. Wenn Sie solche Subdomains haben dann kann man pro Webkatalog meist nur 1 mal die Domain www.ihre-firma.eu eintragen. Wenn diese Startseite dann noch dazu nicht in der Landessprache des Webkataloges erstellt ist dann genügt dies meist schon um Ihre Page dort nicht aufzunehmen. Wer aber für jede Sprache eine eigene Domain mit der entsprechenden Landeskennung registriert der hat zwar für den Webspace minimal mehr Kosten aber es gibt viel bessere Möglichkeiten eine solche Webseite in den Suchmaschinen, Webkatalogen und Social Bookmarkdiensten zu listen. Sie haben dann ja mehrere echte Top-Level Domains mit echtem einmaligen Inhalt. Selbstverständlich können und sollten Sie diese Domains auch untereinander verlinken. So vererben Ihre Domains sich noch gegenseitig einen Teil des eigenen Pageranks und werden auch in den Suchmaschinen besser gelistet.


2. Impressum und weitere Pflichtangaben

Informieren Sie sich unbedingt welche Inhalte in Ihrem Impressum vorhanden sein müssen. Bei Fehlern müssen Sie mit enorm hohen Koten durch anwaltliche Abmahnungen rechnen. Eine Webseite bei der Sie sich gut informieren können lautet:

http://www.linksandlaw.info/hinweisezuranbieterkennzeichnung.htm

Bei Firmen und ganz besonders bei Onlineshops können eventuell noch weitere Angaben zwingend notwendig sein, wie z.B. die AGBs, Batterieverordnung, Verpackungsverordnung, Liefer- und Versandkosten, Kontaktmöglichkeiten, Mehrwertsteuersatz und eventuell noch weitere Angaben. Wer sich hier nicht sicher ist der sollte sich Rat von einem Fachanwalt für Internetrecht holen. Da sich gesetzliche Bestimmungen immer wieder ändern sollte jeder Webmaster alle gesetzlichen Pflichtangaben regelmäßig von einem Anwalt überprüfen lassen. Viele Fachanwälte bieten auch Verträge mit regelmäßiger Überprüfung an. Da ich kein Rechtsanwalt bin darf ich Ihnen keine Rechtsberatung geben.


3. Design der Webseite

Achten Sie bei dem Auswahl des Designs/Layouts unbedingt darauf das es auch zu Ihrer Branche passt. Eine Webseite für Finanzdienstleistungen benötigt sicherlich ein anderes Auftreten als die Homepage eines Discothekenbetreibers. Auf jeden Fall sollten Sie auf sinnlose Barrieren für Suchmaschinen verzichten. Es macht keinen Sinn wenn Sie ein Intro oder eine Flash-Animation mit Firmenlogo vor die Startseite schalten wenn dort nicht sich immer ständig ändernde wichtige Informationen enthalten sind. Es kann zwar sinnvoll sein wenn Sie z.B. auf eine aktuelle Veranstaltung/Messe oder bei Sportvereinen das nächste Spiel, beim Kino auf aktuell herausgekommene Filme hinweisen aber bei immer gleichbleibendem Inhalt ist dies eher hinderlich. Viele Suchmaschinen durchsuchen Webseiten mit vorangestellten Java- oder Flashanimationen viel seltener oder überhaupt nicht da dies den Robot viel zu lange aufhalten würde. Ebenso schädlich ist es wenn sich beim Start der Webseite gleich haufenweise Popups öffnen. Sowohl Suchmaschinen als auch Webkataloge listen solche Webseiten überhaupt nicht gern – dies führt unweigerlich zu einem schlechteren Platz im Index.

Wählen Sie für Ihre Webseite ein Design das auch zu Ihrem Firmenlogo passt.


4. Erstellung der Menübuttons

Viele unerfahrene Webmaster verwenden gerne schöne Grafiken als Schaltflächen für die Untermenüs. Dies sieht zwar schöner aus als wenn Sie stattdessen Textlinks verwenden würden aber der entscheidende Nachteil liegt hier an der Suchmaschinenfreundlichkeit. Automatische Robots der Suchmaschinen können zwar Textlinks sehr gut auslesen, verstehen aber die Inhalte der Bilddateien einfach nicht. Da diese Robots aber nicht einfach nur den Inhalt scannen sondern ihn auch verstehen wollen kann es sein das die Art und Funktion der Webseite nicht richtig verstanden wird. Folgen sind ein schlechteres Listing in den Suchmaschinen.

Pflichtangaben wie z.B. Impressum, AGBs oder Kontaktformulare sollten direkt von der Startseite aus erreichbar sein ohne erst weit nach unten scrollen zu müssen. Wenn das Impressum nur schwer zu finden ist besteht bereits hierfür schon Abmahngefahr!


5. Auswahl der Menüführung

Bis zu einer gewissen Grenze ist es sehr sinnvoll und auch übersichtlicher wenn Sie Untermenüs auf Ihrer Webseite erstellen. Jedoch sollten in der Regel möglichst nicht mehr als 5 – 7 Schaltflächen auf einem Haufen sein da das menschliche Auge sonst eine sogenannte „Reizüberflutung“ bekommt und die Übersicht verliert. Eine Bildschirmseite sollte in der Regel nicht mehr als 20 – 25 interne Links insgesamt haben. Mit externen Links zu anderen Webseiten sollten Sie noch viel sparsamer umgehen. Wer gleich hunderte Links zu allen möglichen anderen Webseiten zulässt macht sich schnell zu einer Linkfarm und die eigene Seite wird dann als Spam eingestuft. Außerdem sollten Sie sich gut überlegen zu welcher fremden Webseite Sie einen Link setzen. Auf keinen Fall sollten Links von der eigenen Webseite zu der eines unseriösen Anbieters gesetzt werden.


6. Hinweise für Onlineshopbetreiber

Wer einen Onlineshop erstellt kommt sicherlich bei einem größeren vielfältigeren Warenangebot nicht darum unter den Hauptwarengruppen noch weitere Untergruppen anzubringen. Hierbei sollte stets so vorgegangen werden das sich der Kunde mit möglichst wenig Klicks zu den Produkten durchklicken kann die er auch kaufen möchte. Er wird sicherlich nicht bereit sein in Ihrem Shop stundenlang zu suchen – in diesem Fall wird er lieber wo anders kaufen. Bei der Kaufabwicklung sollten ebenfalls nicht übertrieben viele Schritte notwendig sein. In der Regel genügen hier 4 Schritte der Kaufabwicklung. Bei der Auswahl von Zahlungsmethoden wählen die meisten Kunden eine der ersten beiden Methoden. Daher sollten Sie die Reihenfolge so auswählen wie es für Sie am günstigsten ist.


7. Inhalt Ihrer Webseite

Gleich von Anfang an sollten Sie auf genügend sinnvollen Inhalt achten. Wenn Ihre Webseite außer Ihrer Firmenanschrift keine weiteren Inhalte hat dann können Sie sich das Geld dafür gleich sparen. Auch eine Webseite die nur aus wenigen Sätzen besteht macht keinen Sinn.

Das exakte Gegenteil hiervon ist aber mindestens genau so schädlich. Vermeiden Sie es Webseiten zu erstellen bei denen der User zig Bildschirmseiten nach unten scrollen muss um den gesamten Text lesen können – das wird er ohnehin nicht tun. Im Internet gibt es verschiedene Dienstleister wo man seine Webseite kostenlos analysieren und testen lassen kann. Auf jeden Fall sollten Sie diese Chancen nutzen. Manche Anbieter analysieren auch das Verhältnis zwischen dem Quelltext und dem Textinhalt Ihrer Webseite. Eine gute Webseite sollte schon mindestens mal 40 Prozent Textinhalt haben.

Am besten erstellen Sie erst mal einen Entwurf in einem Textverarbeitungsprogramm. Achten Sie stets auf ordentliche Formatierungen, Absätze, Rechtschreibung und Grammatik. Bringen Sie auf jedem Fall im Text möglichst gleich im ersten Satz Ihren Domainnamen und Firmennamen unter. In den folgenden Sätzen sollten schon mal die wichtigsten Keywords enthalten sein. Bei einer späteren Suchmaschinenanmeldung muss ja schließlich darauf geachtet werden das alle Keywords auch in Ihrem Text vorkommen. Die Verwendung von Keywords im Text ist zwar sehr wichtig aber übertreiben sollte man dies nicht. Suchmaschinen mögen es nicht wenn ein Satz aus 40 Wörtern und 35 Kommas besteht. Das Verhältnis zwischen Keywords und dem restlichen Text sollte schon stimmen. Ein zu häufiges Verwenden der Schlüsselwörter wird als Spam gewertet.


http://www.semager.de/keywords


Diese Webseite bietet Ihnen die Möglichkeit dieses Verhältnis kostenlos zu prüfen. Sollten Sie beim Feld „Spam-Test“ nur grüne Zeilen finden dann haben Sie alles gut gemacht. Gelbe Zeilen sind schon sehr bedenklich. Sollten Sie sogar noch rote Zeilen finden dann besteht allerhöchster Handlungsbedarf. In diesem Fall sollten Sie Ihren Text unbedingt etwas anders formulieren indem Sie die rot markierten Wörter nicht ganz so häufig verwenden.


Bei der Formatierung der Texte sollten Sie auf zu viel Schnörkel, unterschiedliche Farben und Schriftgrößen verzichten. Dies führt nur dazu das sich die Ladezeit Ihrer Webseite deutlich verlängert.


8. Verwendung von Bildern und Videos auf der Webseite

Wer auf seiner Webseite Videos unterbringen will sollte auch einiges beachten. Viele Videos auf der Startseite verlangsamen den Seitenaufbau. Auf keinen Fall sollten Sie die Videos so unterbringen das diese gleich automatisch gestartet werden. Viele Internetuser mögen dies nicht. Wer eine etwas langsamere Verbindung hat wird Ihre Seite wegen automatisch startenden Videos womöglich gar nicht mehr öffnen können. Folglich werden Sie diesen User niemals als Kunden gewinnen können. Eine Verwendung von hochauflösenden Grafikdateien sollen Sie möglichst auch vermeiden. Bei Bilddateien gilt: Auflösung so gering wie möglich aber dennoch so hoch wie nötig. Speziell für Onlineshops ist es sehr schwer hier ein vernünftiges Mittelmaß zu finden.


9. Optimierung der nicht sichtbaren Texte

Eine gute Webseite enthält nicht nur den Inhalt der für den User sichtbar ist sondern es gibt auch die Möglichkeit Suchmaschinen die Arbeit zu erleichtern indem weitere Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Der Language Key teilt der Suchmaschine mit in welcher Sprache die Seite geschrieben ist. Beispielsweise würde ein deutscher Text mit vielen ausländischen Fachbegriffen eine Suchmaschine nur verwirren und eine Sprachidentifizierung nahezu unmöglich machen.

Die Meta Tags sind eine Auflistung der wichtigsten Keywords, eine kurze Beschreibung kann in der Meta Deskription untergebracht werden.

Mittlerweile spalten sich unter den Webmastern die Meinungen ob diese Angaben auch heutzutage noch notwendig und sinnvoll sind.

Einerseits besteht hier die Gefahr der Manipulation wobei Suchmaschinen aber solche Betrugsversuche relativ schnell und leicht erkennen können. Es könnte versucht werden hier eine sehr gute kurze Beschreibung mit sehr guten Keywords einzubringen obwohl der sichtbare Text der Webseite nicht gut ist.

Andererseits ist es sicherlich sinnvoll die Meta-Angaben und den Language Key in die Webseite einzubinden. Viele Webkataloge und Suchmaschinen durchsuchen diese Infos auch heute noch. Allerdings fließen in die Bewertung einer Webseite viele weitere Faktoren mit ein die der Webmaster selbst nicht beeinflussen kann.

Durch die Erstellung einer Datei namens robots.txt im Hauptverzeichnis kann man Suchmaschinen mitteilen welchen Teil der Webseite sie in den Index aufnehmen sollen und was nicht. Onlineshop sollten am besten aus Sicherheitsgründen den Adminbereich, das Modul mit den Zahlungsbedingungen sowie die Kundendatenbank ausschließen.